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Kein Stimmrecht für Aktien??? - Feudalismus in den Chefetagen

13 September 2008

aktienchmidt fordert in seinem Artikel:
> Abschaffung des Stimmrechts bei Aktien,
> um Kapitalverschachtelungen zu vermeiden.
Oh Mann, das gibt’s doch alles schon. Nennt sich Vorzugsaktie, die in
der Regel ohne Stimmrecht daher kommt.
Dummerweise wollen aber Menschen, die einem Unternehmen große Mengen
Geld zinsfrei zur Verfügung stellen, dann aber bei der Steuerung
dieses Unternehmen auch ein gewisses Mitspracherecht haben. Kann man
irgendwie verstehen, oder? Und auch wenn das natürlich nicht nur
Aktiengesellschaften betrifft, sondern zum Beispiel auch eine GmbH,
der eine Bank einen großen Kredit (nicht mal zinsfrei) einräumt:
Aktiengesellschaften sind genau zu dem Zweck gemacht, Firmen die
Aufnahme großer Mengen Geldes zu ermöglichen, so dass letztlich das
Kapital der Volkswirtschaft zufließt und es nicht nur auf
Sparbüchlein gehortet wird.
Die Forderung nach der Abschaffung des Stimmrechts bei Aktien ist
letztlich gleichbedeutend mit der Forderung, die Volkswirtschaft
runter zu fahren und zurück zu kehren zu einer bäuerlich geprägten
Gesellschaft mit Sparstrümpfen. Und witzigerweise sind genau das oft
die Gesellschaften, die am feudalistischsten sind.
Nur
meine 2 nicht-BWLer cent.
Viele Grüße,
SurfGuard


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