Re: 2 Milliarden USD für 15% der Aktien - Microsoft verhandelt mit Google
4 September 2008aktien bei geschätzten 16 Mrd $ Wert, so sollte sich ein Aktionär mal
> fragen, wie das denn zu Rechtfertigen sei. In den Aktienwert sind ja
> auch immer schon zukünftige Gewinne mit eingebettet, aber auf 16 Mrd
> wird man doch schwerlich kommen.
Das denke ich auch. Mit den Ad-Words machen die bestimmt keine
Milliardengewinne und ob dieses Finanzierungsmodell in der Zukunft
weiter funktionieren wird, ist nach den Gerichtsurteilen in
Frankreich nicht unbedingt gesichert.
Wir wissen aber alle nicht, wieviel Umsatz Google tatsächlich macht -
und womit (immerhin kann man die Google-Software bzw. -Technik ja
angeblich auch kaufen). Und dass man während den Verhandlungen mit
Banken den eigenen Firmenwert nicht unbedingt mit 5 Dollar angibt,
ist verständlich.
> Da scheint mir schon wahrscheinlicher, dass Microsoft vielleicht eher
> auf die Engine und den Einsatz in Corporate Intranet schielt. Könnte
> man doch toll in die nächste Server Generation mit einbauen.
Eben. Microsoft könnte damit den Internetdienst MSN bedienen und die
Technik in die eigenen Software-Produkte integrieren.
Für Google ist es eine gute Möglichkeit, nochmal ordentlich Geld zu
kassieren, bevor der Dienst von Spammern überrollt wird bzw. die
nächste bessere Suchmaschine um die Ecke kommt ;-))) Bei generischen
Suchbegriffen ist Google schließlich überhaupt nicht mehr das Mass
der Dinge. Mal abgesehen davon: eine Firma verkauft nie Aktien an der
Börse, um die Allgemeinheit an ihrem Erfolg teilhaben zu lassen
sondern nur, weil sie zusätzliches Kapital braucht.
Pogo
Re: 2 Milliarden USD für 15% der Aktien - Microsoft verhandelt mit Google
3 September 2008aktiengle ist wohl eine der 3 stärksten Marken im Internet.
> Jeder Normalo sucht mit Google.
das war nicht immer so und muss auch nicht immer so bleiben…
> Das ist schon was wert.
ja.
> Allerdings kann eine sorgfältig aufgebaute Marke auch ganz schnell an
> Wert verlieren.
kann sie.
> Eine gleichwertige Suchmaschine aufzubauen (mit den entsprechenden
> Archiven) und diese bekanntzumachen kostet natürlich einiges.
stimmt so nicht. immerhin hat es google, sprich 2 Studenten ja auch
geschafft.
der Markenname interessiert im übrigen keine Sau. Es kauft ja
schließlich niemand T-shirt auf denen Google steht. Der Erfolg steht
und fällt mit der erbrachten Leistung, sprich den Suchergebnissen.
Wenn morgen eine bessere Suchmaschine auftaucht, dann werden die
Leute ganz schnell wechseln, und dann ist der Markenname ziemlich
gleichgültig.
und bei geschätzten 16 Mrd $ Wert, so sollte sich ein Aktionär mal
fragen, wie das denn zu Rechtfertigen sei. In den Aktienwert sind ja
auch immer schon zukünftige Gewinne mit eingebettet, aber auf 16 Mrd
wird man doch schwerlich kommen.
Viel interessanter wäre eigentlich die Frage, WARUM Microsoft
Interesse an Google haben soll. Die goldene Regel der letzten Jahre
war doch eigentlich sich auf Kernpompetenzen zu beschränken.
Ob MS wohl glaubt mit Google langfristig viel Geld machen zu können?
Dann sollten die besser Ebay kaufen, denn mit riesen Gewinnen wird
Google nicht aufwarten können. Muss also eher ein sekundäres Ziel
dahinter stecken.
Da scheint mir schon wahrscheinlicher, dass Microsoft vielleicht eher
auf die Engine und den Einsatz in Corporate Intranet schielt. Könnte
man doch toll in die nächste Server Generation mit einbauen.
Dann kommt dann zum Sharepoint Server, und zum CMS und Biztalk auch
noch der neue “google ” index server dazu. Damit lässt sich bestimmt
gut Geld verdienen.
Re: Bin ich Teil des Botnetzes? - Aktien-Spam kommt jetzt per MP3-Datei
3 September 2008>
> http://www.microsoft.com/technet/sysinternals/utilities/tcpview.mspx
>
> Damit findet man selbst mit Root-Kits getarnte Übeltäter… Manchmal
> sind auch merkwürdige Einträge in:
>
> ipconfig /displaydns
>
Da kommt bei mir eine recht lange Liste, die alle auf 127.0.0.1
zeigen.
Nehme aber mal an, dass das Einträge von Spybot S
Re: Halb OT Dumme Frage…… - Google-Aktien im Index S
3 September 2008>
> > Wieso ist es dann für die Firmen so wichtig, das ihr Aktienindex
> > steigt usw ?
>
> Zum einen hat sie ja in den meisten Fällen weiterhin einen
> (Groß-?)Teil der Aktien selbst und kann diese z.B. für Firmenaufkäufe
> verwenden. Zum anderen bedeutet ein hoher Aktienkurs auch, dass die
> frei verfügbaren Anteile nur für entspr. hohe Kosten von einem
> anderen Unternehmen aufgekauft werden kann, man ist also vor
> Übernahmen besser geschützt.
Dritter Grund: die Aktien der Aktionäre sind mehr wert.
Angenommen Du kaufst dir heute eine goldene Uhr oder ein altes Auto
(also richtig alt, im Sinne von Oldtimer), dann hoffst du
wahrscheinlich darauf, daß der Wert dieser Anschaffung in der Zukunft
steigt. Genauso ist es auch bei den Aktionären. Viele Aktionäre (vor
allem in Amerika) kaufen sich Aktion nicht wegen der lächerlichen
Dividende (die meistens weit unter der Verzinsung anderer
Anlageformen liegt) sondern weil sie hoffen, daß der Wert der Aktien
steigt.
Da der Aktionär aber letztendlich der Arbeitgeber der
Geschäftsführung ist, ist es auch das Interesse der Geschäftsführung,
den Wert der Aktien möglichst schnell ins unendliche zu steigern,
denn sonst wäre ja sein Job in Gefahr…
Eigentlich doch (fast) logisch, oder?
Re: Halb OT Dumme Frage…… - Google-Aktien im Index S
30 August 2008> Kann mir jemand erklären, was es einem Unternehmen schlussendlich
> nützt, wenn sie Aktien ausgeben ?
> Das sie beim Ersten mal, wenn sie zu einer AG werden und Aktien
> verkaufen, etwas einnehmen ist mir klar.
> (…)
> Wieso ist es dann für die Firmen so wichtig, das ihr Aktienindex
> steigt usw ?
Weil Firmen evtl. später ihr Eigenkapital aufstocken wollen und dazu
neue Aktien ausgeben müssen. Wenn der Aktienkurs hoch ist, zeigt das,
dass das anvertraute Geld eine gute Rendite abwirft. Folglich ist es
dann einfacher, das bestehende Aktionäre neues Kapital zur Verfügung
stellen oder zusätzliche Miteigentümer zu finden.
Firmen können Aktien die sie selbt besitzen als Sicherheit zur
Aufnahme von kostengünstigerem Kapital aufnehmen. Je höher der Kurs
desto mehr Kapital lässt sich aufnehmen.
Aktien die einen hohen Kurs haben kann man dann auch splitten und so
später besser unter der Bevölkerung verteilen, verankern und so
versuchen feindliche Übermahmen zu nichte zu machen.
Big Bang… - Dell-Gewinnwarnung bringt IT-Aktien unte…
29 August 2008aktien 30,20 Jahren hatte man wenigstens den _Traum_, das dies
> möglich ist. Heute erkennen viele bereits mit 18: das wird
> NIE WAS. Im Ex-Ostblock/Balkan gibts deswegen einen Massen-
> exodus der Intelligenten in die restliche Welt. Und unsere
> Intelligenzia HIER VOR ORT, z.B: Ärzte, sehen das bei 70h
> für 2000
Aktien kaufen :-) - Britische Provider sollen Verkehrsdaten …
27 August 2008Von Speichermedienherstellern…
Wir hatten mal ein Abrechnungssystem fuer IP-Verkehr entwickelt
das die Verbindungsdaten sehr detailiert erfasst hat (einzelne
TCP Sessions, zusammenakkumulierte UDP Pakete). Als wir mal fuer
die Hypothese “groessere Firma” das Aufkommen von sog.
Long-Duration Calls abgeschaetzt haben (LDCs sind in der
Abrechnung Datensaetze die ueber eine Dump- oder (schlimmer)
Abrechnungsgrenze hinausgehen; Beispiel: man legt den Telefonhoerer
nie auf, oder bei IP: man macht eine ssh-Verbindung auf die “sehr
lange” (z.B. Monate) besteht) habe ich als naechsten Schritt das
LDC-Handling von 32 Bit auf 64 Bit Datengroessen geupdatet [ die
Entscheidung das nicht in einer Datenbank zu speichern fiel vor
meiner Zeit ]…
…. und das waren nur die LDCs, die nur einen Bruchteil der
aufkommenden Verbindungsdaten darstellen. Und eine einzelne
Firma (ich weiss aber nicht mehr wieviel Volumen wir angenommen
haben).
Die kompletten Verbindungsdaten aller Benutzer eines Landes zu
speichern — das wird ein Spass
Und erst recht wenn man das
auch noch ein paar Jahre aufheben soll…
Gut, unsere Datensaetze hatten mehr Informationen als man fuer
die reine Verkehrsdatenspeicherung braucht (da es fuer ein
Abrechungssystem war), aber tortzdem…
Von der Software mal ganz abgesehen: “welche Webseite” jemand
anschaut oder wohin eine Mail geht kriegt man nur raus wenn man
den entsprechenden TCP Traffic analysiert (und hofft dass die
“interessante” Webseite nicht auf einem ganz anderen Port liegt).
Man braucht also fuer jeden Dienst den man in hoeherer Ebene
erfassen will (also nicht “IP1/Port schickt am soundsovielten um
soundsoviel Uhr innerhalb von 5 Minuten soundsoviel TCP Daten an
IP2/Port2 und empfaengt soundsoviel Daten”, sondern “IP1 ruft
Webseite http://xxx.yyy.zzz/a/b/c auf”) eine stateful inspection —
und die wird wohl auch nur die “Standard-Ports” abhoeren: sonst
wird es richtig kompliziert, weil die Software dann alle TCP-
Verbindungen anschauen und analysieren muss um rauszukriegen ob
das wie http oder smtp oder sonstwas aussieht…
Und bei UDP hat man noch mehr verloren — die Software ist bestimmt
super-interessant die aus einem Haufen UDP-Pakete die eigentlichen
Vorgaenge rekonstruiert, und das hinreichend schnell…
Fuer FTP haette ich sowas mal gerne gemacht, aber offenbar war
es immer einfacher dem Kunden zu verklickern dass wir “FTP”
nicht als “FTP” ausweisen koennen. Fuer DHCP haben wir’s gemacht —
verkehrte Welt, ich haette den Kunden lieber empfohlen seine
IP-Adressen geschickt zu verteilen anstatt den DHCP-Verkehr
zu analysieren…
Und nein, Logfiles anschauen ist nur eine Billig-Loesung: die
uebersieht alles was nicht ueber diesen Server laeuft. Und da
die UK-Regierung die Logfiles meines Webservers nicht in die
Finger kriegt (geht auch schlecht, da die viel zu oft geloescht
werden…) kann sie nie rauskriegen wer auf meinen Server
zugreift…
Ebenso Mail: sobald ich einen Router-PC dastehen habe werde ich
Mail vermutlich selber verschicken und nicht ueber einen Provider:
das eleminiert eine potentielle Fehlerquelle und vor allem einen
unnoetigen Schritt in der Verarbeitungskette. Jemand in UK der
das auch macht (z.B. Firmen und andere Standleitungskunden) koennte
also Mail nach irgendwo ausserhalb der UK schicken die nur von
einem TCP-Inspector gesehen wuerde, nicht aber von einem UK-basierten
Logfile-Analyser…
Hm… noch etwas lustiger wird es wenn man das ganze verschluesselt
macht
Hm… ich seh’ schon, das wird noch _richtig_ witzig
Christian
Neue Aktien? Käse! - Peoplesoft und J. D. Edwards am Ziel
25 August 2008aktienstammt denn die Behauptung, dass 52 Mio. neuer Aktien
ausgegeben werden?
Die Transaktion umfasst 110 Mio. Aktien von JD Edwards. Die Hälfte
soll bar bezahlt werden, die andere Hälfte wird mit 0,43
Peoplesoft-Aktien pro Anteil entschädigt. macht nach Adam Riese
(55*0,43) Mio. = 23,65 Mio. Aktien, die Peoplesoft an die JD
Edwards-Aktionäre verteilt.
Das heißt aber immer noch nicht, dass das neue Aktien sind.
Peoplesoft hat über 300 Mio. Aktien ausgegeben, d.h. die jetzt
gebrauchten könnten durchaus auch aus einem Firmenbestand stammen,
der für die Übernahme gebildet wurde. In keiner Pressemiteilung wurde
bisher erwähnt, dass neue Aktien ausgegeben werden sollen. Das würde
den Kurs verwässern und es für Peoplesoft-Aktionäre attraktiver
machen, die Oracle-Offerte anzunehmen, da die Differenz zum
Börsenkurs größer würde.
Wenn aber keine neuen Aktien ausgegeben werden, dann ändert sich auch
an der Gesamtsumme des Oracle-Angebotes nix. Die genannten 52 Mio
Stück sind offensichtlich übertrieben, bei 23,65 Mio. Stück *neuer*
Aktien würde Peoplesoft ca. 460 Mio. Dollar teurer, bei 19,50 $ pro
Anteil.
Also: Habt Ihr Belege für die Ausgabe neuer Aktien?
Ciao,
Jerry.H
Re: das ist auch fut so!!!!! - Bonus-Aktien der Telekom sind zu versteu…
23 August 2008aktien denke die Verantwortlichen in einer Stadt (Bürgermeister,
> Gemeinderat, …) werden ähnliche Überlegungen anstellen. Und sie
> werden auch die Konsequenzen tragen müssen (werden halt nicht
> wiedergewählt).
Da hat man ja keine Alternativen, egal wen man wählt, es sind alles
Schuldenkönige.
> Ich denke eher, dass der Staat sich derzeit zu Tode spart
> (Ausgabenseite) und der Staat nur als Kostenfaktor gesehen wird.
> Die Leistungen des Staates wie Rente,
Du meinst die Riester Rente ?????
> Arbeitslosenhilfe,
Hmm, wird die nicht z.T. auch über die Arbeitslosen Versicherung
finanziert ?
> Schulen,
Pisa Studie ?? Sind unsere Kinder blöder als andere ? Geben andere
Länder, die besser abgeschnitten haben, nicht noch weniger für Bildung
aus ? Kann es also sein, dass das Ganze nur falsch organisiert =
Geldvernichtung ist ?
> Polizei, ….. werden dagegen als selbstverständlich erachtet und
> genutzt.
Bei den Unsummen, die Ottos Schnüffel und Überwachungspakete kosten,
kann man hier ja nun wirklich nicht von zu Tode sparen reden.
> Der Bürgermeister, Gemeinderat, … sind natürlich für ihr Handeln
> nicht verantwortlich?
Letztlich nicht. Jeder Manager, der seine Firma in die Miesen fährt,
wird früher oder später gefeuert. Ein gewählter Bürgermeister macht
aber mindestens bis zum Ende seiner Wahlperiode weiter. Und wenn die
jeweilige Opposition eine Schnarchnase aufstellt, hat er auch gute
Chancen, wiedergewählt zu werden, mangels Alternative.
Re: das ist auch fut so!!!!! - Bonus-Aktien der Telekom sind zu versteu…
22 August 2008> Da gibt es nur einen kleinen Unterschied. Wenn ich mein Geld für
> Unsinn ausgebe, ist es irgendwann alle.
Bekommst du kein Geld von deinem Arbeitgeber, deinem Auftraggeber,
Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe oder so?
> Ich kann mir dann überlegen, mein Geld
> in Zukunft sinnvoller zu verwenden, oder muss die Konsequenzen für
> mein Handeln tragen.
Ich denke die Verantwortlichen in einer Stadt (Bürgermeister,
Gemeinderat, …) werden ähnliche Überlegungen anstellen. Und sie
werden auch die Konsequenzen tragen müssen (werden halt nicht
wiedergewählt).
> Der Staat aber erhöht per Dekret mal eben seine
> Einnahmen.
Ich denke eher, dass der Staat sich derzeit zu Tode spart
(Ausgabenseite) und der Staat nur als Kostenfaktor gesehen wird.
Die Leistungen des Staates wie Rente, Arbeitslosenhilfe, Schulen,
Polizei, ….. werden dagegen als selbstverständlich erachtet und
genutzt.
> Das liegt eben im System. Solange es keine persönlichen
> Verantwortlichkeiten gibt, geht diese Geldvernichtung und
> Abzockerei immer weiter.
Der Bürgermeister, Gemeinderat, … sind natürlich für ihr Handeln
nicht verantwortlich?